Diese Daten speichert Paigo - und so sicher sind sie

Es ist passiert. Sie haben Post von Paigo. Kein Liebesbrief, aber auch kein Weltuntergang. Gut zu wissen, was Paigo mit Ihren Daten anstellt. Und wie sicher sie sind.

Uns ist ein fairer und transparenter Umgang bei der Datennutzung sehr wichtig. Um Ihre Daten vor fremdem Zugriff zu schützen, wird großer technischer Aufwand betrieben. Wir setzen dabei auch smarte Techniken ein, um Betrug und Identitätsdiebstahl frühzeitig erkennen zu können.


Und woher haben wir Ihre Daten?

Wenn ein Unternehmen vergeblich auf die Zahlung einer Rechnung von Ihnen wartet, dann kann die Firma uns beauftragen, um ein sogenanntes Inkassoverfahren zu eröffnen. Wir vermitteln dann zwischen Ihnen und dem Unternehmen, und versuchen eine gute Lösung für die ausstehende Zahlung zu finden.

Welche Daten werden von den Firmen an Paigo übergeben?

Damit wir direkt mit Ihnen in Kontakt treten können, erhalten wir von dem Unternehmen mit der Zahlungsforderung bestimmte Informationen über Sie. Die Weitergabe der persönlichen Daten an uns ist ausnahmsweise erlaubt, da ein rechtliches Interesse vorliegt. Sogar bei strittigen Zahlungsversäumnissen, also wo Kunde und Firma nicht einig sind, ob ein Betrag bezahlt werden muss, dürfen diese an einen Rechtsanwalt oder ein Inkassounternehmen weitergegeben werden. Vermerkt ist dies auch in der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in Artikel 6, Absatz 1 „Datenverarbeitung zur Ertragserfüllung oder auf Grund berechtigten Interesses des Gläubigers“.
Im Einzelnen handelt es sich um diese Informationen:

  1. Vor- und Nachname
  2. Anschrift (damit wir sie anschreiben können)
  3. Kommunikationsdaten, wie beispielsweise Telefonnummer, E-Mail-Adresse für die schnelle Kontaktaufnahme.
  4. Informationen zur Forderung selbst, also zum Beispiel Kopien von Rechnungen, Bestellungen, Mahnkosten und Rücklastschriften – und dazu die Fälligkeiten der Beträge und ähnliches
  5. Vertragsunterlagen zu dem Zahlungsversäumnis. Diese liegen nicht in jedem Fall vor, können aber von Paigo eingesehen oder angefordert werden.

Wo werden diese Daten gespeichert und warum?
Ihre Daten werden von Paigo nur in Deutschland aufbewahrt. Und diese sind gegen fremden Zugriff sehr gut gesichert. Dazu wird ein sehr großer technischer Aufwand betrieben. Die Sicherheit wird laufend überwacht und verbessert.

Wie lange bewahren wir Ihre Daten auf? Werden nach der Klärung alle Daten restlos gelöscht?

Wir versprechen Ihnen, dass Ihre Daten nur so lange gespeichert werden, wie dies für den Zweck erforderlich ist. In der Regel so lange, bis das Versäumnis geklärt und erledigt ist. Anschließend werden die Daten zunächst “gesperrt” und dürfen nicht mehr genutzt werden. Schließlich werden sie entsprechend den vorgeschriebenen Löschfristen im Gesetz, der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), endgültig und komplett gelöscht.

Wie werden Sie über die einzelnen Schritte informiert?

Schon bei der ersten Kontaktaufnahme werden Sie von uns über die Art und den Umfang unserer Datenverarbeitung in einem Schreiben informiert. Damit erfüllt Paigo alle Forderungen, die an uns durch die Gesetze gestellt werden. Wir haben es uns darüber hinaus zur Aufgabe gemacht, Ihnen mit maximaler Transparenz einen Überblick über die Verarbeitung Ihrer Daten zu geben. Deshalb werden Sie zusätzlich mit einem Brief oder einer E-Mail von uns informiert, sollten im laufenden Verfahren weitere Daten erhoben werden, zum Beispiel bei einer Adressermittlung.

Können Sie zu jeder Zeit Einsicht in Ihre Daten verlangen?

Natürlich, solange Paigo Ihre personenbezogenen Daten speichert, haben Sie immer ein Recht auf eine Datenauskunft. Dies ist übrigens auch im Artikel 15 der Datenschutzgrundverordnung so geregelt. Diese Auskünfte werden nach einer Anfrage in einer speziellen Datenschutzabteilung von Paigo erstellt, um Ihnen einen klaren Überblick zu geben, welche Daten von Ihnen gespeichert wurden. Das ist für Sie natürlich kostenlos.

Werden Daten auch an Dritte, zum Beispiel an die Schufa und andere Auskunfteien weitergereicht? Wann passiert das und welche Daten sind es?

Ja, Paigo arbeitet auch mit Firmen zusammen, die Auskünfte über Privatpersonen geben. Diese sogenannten “Wirtschaftsauskunfteien” sammeln und geben zum Beispiel Informationen darüber, wie kreditwürdig jemand ist. Auch Paigo bezieht bei der Bearbeitung von Fällen zum Teil Informationen von einer Auskunftei, der Infoscore Consumer Data GmbH (ICD). Diese Bonitätsinformationen helfen uns dabei, Ihre finanzielle Situation besser einzuschätzen, um die richtige individuelle Lösung für Sie zu finden. Gut für Sie: bei einer niedrigen Bonität, also einer geringen Kreditwürdigkeit, sparen Sie sich gegebenenfalls teure Maßnahmen, wie eine Titulierung und eine Zwangsvollstreckung.

Im Gegenzug meldet Paigo regelmäßig, dass ein Inkassofall vorliegt an die ICD. Dies geschieht entsprechend der rechtlichen Vorgaben in der Regel frühestens nach der zweiten Mahnung, soweit die Rechnung und Gebühren nicht bis dahin bestritten oder bezahlt wurden. Gleich in der ersten Mahnung weisen wir auch darauf hin. Deshalb sollten Sie niemals eine vermeintlich unberechtigte Zahlungsaufforderung einfach liegen lassen und ignorieren. Sonst bleibt diese Forderung unbestritten bestehen und wird an die Auskunftei gemeldet.

Bei der Schufa melden wir Sie nur, wenn ein Unternehmen, für das wir arbeiten, dies ausdrücklich verlangt. Meist sind diese sogar zu dieser Meldung verpflichtet, wenn sie die Schufa bei der Überprüfung ihrer Neukunden eingesetzt haben. Da die Daten immer aktuell gehalten werden müssen, setzt Paigo diese Meldungen dann an die Schufa fort.

Und wie geht Paigo mit Betrugsfällen um? Welche Möglichkeiten gibt es, wenn ich Opfer eines Betruges geworden bin?

Kein Problem, auch dafür gibt es eine Lösung. Denn obwohl wir intensive Risiko- und Betrugsprüfungen machen, kommt es immer wieder mal vor, dass Betrüger Online-Plattformen nutzen, um beispielsweise durch Identitätsmissbrauch Leistungen in Anspruch nehmen oder Waren bestellen und für diese nichtbezahlen. Sie geben dazu zum Beispiel die echten Daten eines nichtsahnenden Opfers ein, bestellen Produkte aus einem Online-Shop auf seinen Namen und Rechnung und fangen die Pakete bei der Zustellung ab.

Oft werden diese Betrugsfälle und der Klau von Identitätsdaten schon von Online-Anbietern erkannt und können geklärt werden. Doch einige Fälle landen auch bei Paigo. In diesen Fällen bekommen wir also von Unternehmen versehentlich Forderungen zu vermeintlichen Nutzern übergeben, die Opfer von Identitätsmissbrauch und Betrug geworden sind.
Wer den Verdacht hat, dass er Opfer eines Betruges oder des Missbrauchs seiner Daten geworden ist, sollte sich auf jeden Fall gleich nach der ersten Mahnung bei Paigo melden (siehe Kontaktformular „Betroffener von Identitätsdiebstahl“).
Auf keinen Fall sollte man dies ignorieren und abwarten, denn dann entstehen möglicherweise weitere Kosten!

Auf die Betrugs-Meldung eines Betroffenen reagiert Paigo sofort, unterbricht das Mahnverfahren und bespricht mit ihm die weiteren Schritte. Dabei werden auch konkrete Lösungen vorgeschlagen, wie zum Beispiel eine Anzeige bei der Polizei, um den Betrug zu melden. Oft kann der Betroffene den Betrug ganz einfach nachweisen, weil er zum Beispiel im Urlaub war oder eine Lieferung gar nicht bekommen hat. In der Regel wird das Mahnverfahren dann ohne weitere Kosten beendet.

Schauen Sie sich hier die wichtigsten Fragen und Antworten zum Datenschutz bei Paigo in unseren FAQs an!