Kauf-Apps und teure Abos: So werden Sie fiese Kostenfallen los

Smartphone-Apps sind beliebt, die Auswahl groß: Allein im Play Store von Google tummeln sich über drei Millionen Programme. Manche sind nützlich, andere fressen Zeit und Geld. Achten Sie bei Apps und Abos auf Kostenfallen und kündigen Sie Abos, die ins Geld gehen.

Bei den App-Kosten gibt es große Unterschiede: Die meisten dieser Programme sind kostenlos und enthalten sogenannte In-App-Käufe und Werbung. Oder sie kosten eine einmalige Gebühr, die beim Download fällig wird. Diese Einmal-Kosten sind in der Regel relativ gering, die meisten liegen zwischen 50 Cent und zehn Euro. Einige Apps und digitale Dienste bieten auch Abos an, für die jeden Monat Gebühren fällig werden. Das kann ganz schön teuer werden. Geworben wird meist mit der Monatsgebühr, doch diese wird pro Jahr zwölf Mal fällig. So werden aus 5 Euro im Monat 60 Euro im Jahr, aus 10 Euro 120 Euro, usw.
 

Diese Tipps sparen hohe Kosten bei Apps:
 

1. Nutzen Sie möglichst Gratis-Apps
 

Von den meisten Apps gibt es eine Gratis-Version. Diese enthält meistens Inn-App-Käufe und Werbung. Kaufen Sie keine Dinge in den Shops der Apps. Musik-Streaming-Apps wie zum Beispiel Spotify oder Deezer bieten auch eine Gratis-Version an, Netflix, Google Play und Apple Music leider nicht.
 

2. Achten Sie auf Sonderangebote
 

Auch kostenpflichtige Apps sind zu bestimmten, unregelmäßigen Zeiten kostenlos. Suchen Sie mit Google nach diesen Sonderangeboten, sie werden regelmäßig von vielen Online-Medien veröffentlicht. Doch auch bei Apps, die nur einmal Geld kosten, gibt es versteckte Kostenfallen. Hier werden zum Beispiel sogenannte “In-App-Käufe” angeboten, mit denen keine Werbung mehr angezeigt oder Dinge gekauft werden können, die man zum Beispiel bei Games zum schnellen Weiterkommen braucht. Im Apple AppStore wird dies durch den Hinweis “In-App-Käufe” angezeigt. Vermeiden Sie hohe Kosten, indem sie auf In-App-Käufe konsequent verzichten.
 

3. Geben Sie Kauf-Apps zurück, die Sie nicht benutzen
 

Was die meisten Nutzer nicht wissen: Sie können vom Kauf einer App zurücktreten und die App zurückgeben. Das funktioniert bei Apple über die Rechnung, die sie per Mail nach jedem Kauf im AppStore erhalten. Klicken Sie auf “Ein Problem melden” und geben Sie an, warum Sie die App zurückgeben wollen. In der Regel klappt die Erstattung der Kaufsumme in kurzer Zeit. Die Kauf-App funktioniert danach nicht mehr oder sie hat nicht mehr alle Funktionen.

Die Rückgabe einer App klappt auch unter Android: Im Play Store auf „Mein Konto" tippen und dann auf die App, die zurückgegeben werden soll. Dazu einfach auf “Erstatten” tippen und das Storno bestätigen. Achtung: Die Rückgabe muss spätestens zwei Stunden nach dem Kauf passieren, später klappt es nicht mehr. Ist eine App mangelhaft, kann man sie auch nach längerer Zeit über die Webseite des Play Stores reklamieren: dazu auf “Anmelden” tippen und im Bestellverlauf unter „Mein Konto“ die App auswählen, auf „Problem melden“ klicken und den Mangel beschreiben. Google entscheidet dann, ob es Geld zurückgibt oder nicht.
 

4. Schließen Sie keine kostenpflichtigen Dauer-Abos ab
 

Vermeiden Sie alle kostenpflichtigen Abos, besonders alle Abos mit einer langen Laufzeit, zum Beispiel ein Jahr und länger und achten sie auf eine möglichst kurze Kündigungsfrist (ein Monat oder kürzer). Dadurch können Sie mehrere hundert Euro pro Jahr sparen.
 

5. Kündigen Sie Abos, die sie nicht brauchen
 

Eine Übersicht finden Sie bei Apples mobilen Geräten unter “Einstellungen”, tippen Sie auf den ersten Eintrag mit ihrem Namen. Es erscheint eine Liste mit allen Abos, wenn sie auf eines tippen, können sie dieses durch das Anklicken von “Abo beenden” kündigen.

Ähnlich klappt das mit Abos von Google Play Store - zum Beispiel von YouTube Premium. Die Abos sind unter der Adresse https://play.google.com/store/account/subscriptions zu finden, tippen sie auf das Abo und dann auf “Verwalten”, jetzt können Sie das Abo kündigen.
 

6. Life-Hack: Kündigen Sie Probeabos sofort nachdem sie es abgeschlossen haben
 

Abo-Anbieter locken mit einem kostenlosen Probeabo, das zum Beispiel über mehrere Wochen läuft. Versäumt es der Kunde, das Probeabo zu kündigen, verwandelt es sich in ein kostenpflichtiges Abo mit bis zu einem Jahr Laufzeit. Um den Kündigungstermin nicht zu verpassen, können Sie ein Probeabo direkt nach dem Abschluss kündigen, es läuft dann zum Ende der Probezeit aus. Einzige Ausnahme: Apple beendet seine Probeabos zum Beispiel für Apple Arcade oder Apple TV Plus sofort, nachdem Sie es gekündigt haben. Hier tragen Sie am besten eine Erinnerung in Ihren Kalender ein, um den Kündigungstermin nicht zu verpassen.
 

7. So werden Sie das Spiele-Abo “Apple Arcade” wieder los
 

Gehen Sie auf dem iPhone unter “Einstellungen” auf den ersten Eintrag mit Ihrem Namen und den Eintrag “Apple ID, iCloud, Medien und Käufe”. Danach auf “Abonnements” klicken, es erscheint eine Liste mit aktiven Abos. Klicken Sie auf “Apple Arcade” und dann auf “Abo kündigen”, ganz unten auf dem Bildschirm. Achtung: Sobald Sie es kündigen, funktioniert Apple Arcade nicht mehr. Kündigen sie daher dieses Probeabo erst am Ende des kostenlosen Probemonats. Apple-Abos sind übrigens eine Ausnahme: Die meisten Probeabos laufen mehrere Wochen oder einen Monat, auch nachdem sie diese gekündigt haben. Apple beendet Probeabos sofort, wenn diese gekündigt werden. Das gilt auch für Apples Streaming-Dienst “Apple TV +”, hier läuft das Probeabo über ein Jahr.
Bei Android gehen Sie für die Abo-Kündigung so vor: Tippen Sie im Play Store oben rechts auf das runde Symbol und dann “Google Konto verwalten”. Unter dem Menüpunkt “Zahlungen und Abo” finden Sie ihre abgeschlossenen Abonnements. Diese können Sie hier kündigen.