Inkassokosten: Das ändert sich ab Oktober

Es ist eine gute Nachricht für Verbraucher. Ab sofort tritt in Deutschland ein neues Gesetz in Kraft: Es senkt die Inkassogebühren und entlastet so Verbraucher mit Schulden. Sind Sie bei Paigo im Inkasso? Dann ändert sich für Sie allerdings nichts. Denn Paigo hat die Gebühren schon im März 2021 freiwillig und vollumfänglich gesenkt. Das heißt, Sie zahlen schon seit Anfang dieses Jahres rund 30 Prozent weniger an Inkassokosten für Ihre offenen Forderungen.

Wir als Inkassounternehmen finden die Entscheidung des Gesetzgebers richtig, mit dem Gesetz Verbraucher mit Schulden zu entlasten – vor allem jene, die nur kurzzeitig und mit einer kleineren Summe ins Inkasso gerutscht sind. Natürlich bringt die Senkung der Gebühren auch erhebliche Einbußen für die Inkassounternehmen mit sich, die sich nicht so schnell auffangen lassen. Doch das Gesetz schafft klare Standards und hilft vom schlechten Image der Branche wegzukommen. Wir sind überzeugt davon, dass niedrigere Inkassokosten ein Teil des Weges sind, um schneller aus der Schuldenfalle wieder herauszukommen. Immerhin befindet sich laut einer Studie von Statista 2020 fast jeder zehnte Deutsche in einer Schuldensituation. Dazu geht es rund 21 Prozent der Deutschen finanziell schlechter als vor der Corona-Pandemie (Studie von Paigo).  

Die Not verschuldeter Menschen nutzen leider einige wenige unseriöse Inkassounternehmen, um Sie mit falschen Forderungen oder zu hohen Gebühren in eine Zahlung zu locken. Fallen Sie nicht auf diese schwarzen Schafe rein und prüfen Sie Ihr Inkassoschreiben, bevor Sie überweisen.

Welche Veränderungen für Verbraucher mit Schulden bringt nun das neue Gesetz?

  • Bei unbestrittenen Geldforderungen unter 50 Euro sind die Inkassokosten ab sofort niedriger. Bei Paigo zahlen Sie für die erste Mahnung nur noch 15 EUR plus 3 Euro Auslagenpauschale, für die zweite Mahnung dann 27 Euro plus 5,40 Euro Auslagenpauschale.
  • Es werden vor allem Verbraucher finanziell entlastet, die sich um eine schnelle Zahlung der Forderung bemühen. Denn wer schon nach dem ersten Mahnschreiben zahlt, für den soll nur ein Gebührensatz von 0,5 gelten.
  • Die Kosten, die Inkassounternehmen auf eine berechtigte Forderung geltend machen, werden auf einen Gebührensatz von 0,9 beschränkt. Bei unbegründet bestrittenen Forderungen können die Gebühren aber weiterhin höher liegen, oftmals wird hier ein Gebührensatz zwischen 1,0 und 1,3 verwendet.

Möchten Sie mehr über die gesetzlichen Änderungen der Inkassogebühren wissen, und die Höhe und Berechnung der Inkassokosten, dann werden Sie in unseren FAQs fündig.

Sven Schneider ist Geschäftsführer bei Paigo und arbeitet seit 15 Jahren in führenden Positionen in der Branche. Zusammen mit rund 1.400 Mitarbeitern setzt er sich für Fairkasso ein.