So sparen Sie geschickt: Unsere besten Tipps für Ihre Finanzen

Es gibt zwei Wege, mehr Geld in der Tasche zu haben. Man kann versuchen, mehr Geld zu verdienen – oder man optimiert seine Ausgaben. Auf welche Bereiche man beim klugen Sparen vor allem achten sollte, ohne auf etwas verzichten zu müssen, verrät dieser Artikel.

Aller Anfang ist eine Übersicht über die eigenen Finanzen, das wusste schon Peter Zwegat von RTL. Auf einem großen Flipchart schrieb er alle verfügbaren Einnahmen und Ausgaben auf. Verschaffen auch Sie sich also einen Überblick. Dazu können Sie Papier und Stift zur Hand nehmen, eine Excel-Liste am Computer nutzen oder eine App wie „Haushaltsbuch: Money Manager“ oder „Ausgaben Manager“ auf dem Smartphone. Wenn die Ausgaben die Einnahmen übersteigen, wird Ihr Geld ständig weniger. Sie sollten Ihre Finanzen optimieren.

Einer der größten Ausgabekosten ist die monatliche Miete (wenn Sie nicht in der eigenen Wohnung oder Haus wohnen). Hier zu sparen, ist schwierig, und Umziehen ist auch nicht billig. Prüfen Sie aber trotzdem regelmäßig, ob Ihre Miete angemessen ist und dem Mietspiegel entspricht, sofern Ihre Gemeinde einen solchen beschlossen hat. Bei der Mietsenkung hilft etwa Wenigermiete.de.

 

Nebenkosten prüfen

Auch die jährliche Nebenkostenbrechung sollten Sie unter die Lupe nehmen. Helfen können Ihnen die Verbraucherzentralen, ein Mieterverein, wenn Sie Mitglied sind, oder - gegen eine Gebühr - Firmen wie „Mineko“ für einen „Nebenkosten-Check“. Sie prüft jede Position der Abrechnung auf formelle, rechtliche und kalkulatorische Richtigkeit. 81 Prozent aller Nebenkostenabrechnungen für Wohnraum weisen laut dem Unternehmen Mängel auf. Im Schnitt sei jede der geprüften Jahresabrechnungen um 221,- Euro zu hoch.

Doch auch andere, kleinere Ausgaben läppern sich: Zum Beispiel bei Versicherungen. Viele Deutsche sind überversichert, sagen Experten. Wie das Statistische Bundesamt ermittelte, haben Privathaushalte im Jahr 2019 durchschnittlich rund 1500 Euro für Versicherungen ausgegeben. 2009 waren es noch 1020 Euro. 

 

Versicherungen abwägen

Laut Finanztip.de sollte jeder eine Krankenversicherung und eine Privathaftpflichtversicherung haben. Sehr sinnvoll seien Berufsunfähigkeits- und Auslandsreisekrankenversicherung oft überflüssig, hingegen Handy-, Brillen-, Reisegepäck- und Tierkrankenversicherungen. Wer eine Versicherung besitzt, sollte regelmäßig überprüfen, ob die Leistungen noch zeitgemäß sind. Neuere Angebote haben meist bessere Konditionen. Bei Versicherungsvergleichern, wie Check24.de, financescout24.de, verivox.de/versicherungen oder test.de/versicherungen, kann man preiswerte Versicherungen finden. Die Konditionen sind in den Versicherungsbedingungen (AVB) als Rahmenbedingungen der Verträge vorgegeben. Wenn Sie Versicherungen jährlich statt monatlich oder im Quartal bezahlen, sparen Sie Aufschläge.

Wenn Ihre Kfz-Versicherung zum Ende des Jahres abläuft, können Sie spätestens zum 30. November kündigen. Kurz vorher gibt es hier die meisten Schnäppchen. Vergleichen Sie! Kündigen können Sie auch bei Beitragserhöhung, Fahrzeug- oder Halterwechsel.

 

Krankenkasse wechseln

Auch die Beiträge der gesetzlichen Krankenkasse schwanken. Hier die Konditionen der eigenen Krankenkasse mit denen anderer zu vergleichen, kann sich lohnen. 

Zwar gilt seit dem 1. Januar 2015 für alle gesetzlichen Krankenkassen der allgemeine Beitragssatz von 14,6 Prozent, dieser ist jedoch für die meisten Krankenkassen nicht kostendeckend. Deshalb nehmen sie einen Zusatzbeitrag als Prozentsatz vom beitragspflichtigen Einkommen, den sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber teilen. Diese Zusatzbeiträge variieren. Der Zusatzbeitrag bei der hkk beträgt 2021 0,39 Prozent. Die WMF BKK am anderen Ende nimmt zusätzlich 1,6 Prozent und kommt so auf einen Satz von 16,2 Prozent. Vergleichen können Sie bei www.krankenkassen.de. Unter Krankenkassenvergleich finden Sie einen Vergleich der Leistungen; die Hauptbestandteile sind aber gesetzlich vorgegeben.

 

Stromkosten sparen

Sparen können Sie auch beim Stromanbieter. Vergleichen Sie bei Portalen wie Check24.de oder Verivox.de. Wenn Sie sich Ärger ersparen wollen, nehmen Sie keine Tarife mit hohen Bonuszahlungen, denn diese gelten nur einmalig, im zweiten Jahr wird der Strom regelmäßig teurer als bei Anbietern ohne Bonus.

Wenn Sie sparen wollen, ohne viel selbst tun zu müssen, probieren Sie die neuen Wechselhelfer aus. Stiftung Warentest sagt: Den Wechsel in die Hände von Dienstleistern zu legen, „ist bequem und lohnt sich“. Anbieter wie Esave, Switchup, Wechselpilot oder Wechselstrom haben im Test mit „sehr empfehlenswert“ abgeschnitten und nehmen Ihnen den optimierten Wechsel des Stromanbieters ab.

 

Kostenloses Girokonto

Auch Kleinvieh macht Mist. Es gibt immer noch (Online-)Girokonten, die nichts kosten. Dazu braucht man inzwischen oft einen Mindesteingang an Gehalt und bekommt manchmal nur noch eine Debit-Kreditkarte, bei der Zahlungen sofort abgebucht werden. Eine Übersicht liefert die Stiftung Warentest. Bald wird es einen neuen, kostenlosen Vergleich geben, den eine EU-Richtlinie vorschreibt.

Wie viel Ihre Bank jährlich an Gebühren kostet? Nach dem Zahlungskontengesetz müssen Banken und Sparkassen seit Herbst 2018 ihre Kunden einmal im Jahr mit einer „Entgeltaufstellung“ über die Gesamtkosten informieren, die für das Girokonto angefallen sind. Sind Ihnen die Gebühren zu viel? Für einen unkomplizierten Kontenwechsel gibt es die gesetzliche Kontenwechselhilfe und einen digitalen Kontowechselservice.

 

Telefon- und DSL-Kosten senken

Auch an Ihrem Festnetz- und DSL-Vertrag zuhause können Sie preislich noch schrauben. Prüfen Sie bei Vergleichsportalen, ob es aktuell preiswertere Unternehmen gibt, oder erkundigen Sie sich bei Ihrem Anbieter telefonisch nach einem neuen, billigeren Tarif. 

Schauen Sie sich auch einmal Ihren Mobilfunkvertrag genauer an. Ist er noch zeitgemäß? Wieviel zahlen Sie pro Gigabyte Datenvolumen? Gibt es preiswertere Anbieter? 

 

Gespartes Geld wegpacken

Das gesparte Geld können Sie auf ein Tagesgeldkonto einzahlen, um für größere Anschaffungen zu sparen. 0,2 Prozent Zinsen bekommen Sie aktuell bei einigen Direktbanken. Wie genau Sie für größere Anschaffungen sparen können, lesen Sie in unserem Artikel "Größere Anschaffungen trotz geringem Budget meistern".