Welche gesetzlichen Änderungen zu den Inkassogebühren gibt es im Oktober 2021?

Zum 1. Oktober 2021 tritt das „Gesetz zur Verbesserung des Verbraucherschutzes im Inkassorecht und zur Änderung weiterer Vorschriften“ in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt dürfen Inkassodienstleister und Rechtsanwälte für außergerichtliche Inkasso-Dienstleistungen nur noch folgende Vergütungen geltend machen:

  • bei unbestrittenen niedrigen Forderungen bis 50 Euro
    • mit der ersten Mahnung: 15 Euro
    • mit der zweiten Mahnung: 27 Euro
  • bei unbestrittenen Forderungen ab 50,01 Euro
  • bei unberechtigt bestrittenen Forderungen – also solchen, bei denen der Verbraucher unberechtigte Einwendungen vorbringt – wird eine bis zu 1,3-fache Gebühr berechnet.

Zudem zahlen Sie bei einer Zahlungsvereinbarung nur noch eine Vergütung in Höhe einer 0,7-fachen Gebühr aus der Hälfte des Gegenstandswertes.

Die Inkassokosten für Verbraucher sinken dadurch um durchschnittlich 30 Prozent.