Welche gesetzlichen Änderungen zu den Inkassogebühren / Inkassokosten gibt es im Oktober 2021?

Zum 1. Oktober 2021 ist das Gesetz zur Verbesserung des Verbraucherschutzes im Inkassorecht und zur Änderung weiterer Vorschriften in Kraft getreten. Seit diesem Zeitpunkt dürfen Inkassodienstleister und Rechtsanwälte für außergerichtliche Inkasso-Dienstleistungen nur noch folgende Beträge vom Konsumenten erstattet verlangen:

Bei unbestrittenen Forderungen:

Für unbestrittene Forderungen bis 50 Euro beträgt die 1,0-fache Gebühr 30 €. In allen übrigen Fällen ergibt sich die Höhe der 1,0-fachen Gebühr aus Anlage 2 des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes (RVG).

Bei bestrittenen Forderungen entstehen wegen des erhöhten Bearbeitungsaufwandes zusätzliche Kosten. Wenn Sie unberechtigte Einwände vorbringen, können wir eine
bis zu 1,3-fache Gebühr zzgl. Auslagenpauschale berechnen.

Zudem zahlen Sie bei einer Zahlungsvereinbarung nur noch eine Vergütung in Höhe einer 0,7-fachen Gebühr aus der Hälfte des Gegenstandswertes.

Die Inkassokosten für Verbraucher sinken dadurch um durchschnittlich 30 Prozent.