Was ist Inkasso?

Wer seine Rechnungen nicht rechtzeitig begleicht und Mahnungen ignoriert, dem kann ein Inkassoverfahren drohen. Gläubiger beauftragen oftmals ein auf Inkassotätigkeit spezialisiertes Unternehmen, die noch offenen Forderungen für sie beizutreiben.
 

Inkassounternehmen nutzen dabei verschiedene Maßnahmen von Zahlungsaufforderungen bis hin zum gerichtlichen Mahnverfahren oder sogar Zwangsvollstreckungsmaßnahmen, wenn die Forderung zuvor rechtskräftig tituliert wurde. Informieren Sie sich hier über die Grundlagen und die Bedeutung von „Inkasso“.

 

Inhalt Das Wichtigste im Überblick
Was ist „Inkasso“?
  • „Inkasso“ bedeutet die Betreibung fälliger Forderungen. Ein Inkassounternehmen ist eben darauf spezialisiert und betreibt das Forderungsmanagement für seine Kunden.
Woher kommt der Begriff „Inkasso“?
  • Der Begriff stammt vom italienischen Wort „incassare“, was so viel bedeutet wie „Geld einziehen“.
Wie funktioniert „Inkasso“?
  • Gläubiger beauftragen ein Inkassounternehmen, das anschließend die noch offenen Forderungen für sie beitreibt.
Welche Maßnahmen ergreifen Inkassounternehmen? Inkassounternehmen bevorzugen außergerichtliche Einigungen, können aber auch die Zwangsvollstreckung beantragen, wenn die Forderung zuvor rechtskräftig tituliert wurde.

 

„Inkasso“ einfach erklärt

Der Gläubiger beauftragt ein Inkassounternehmen, um seine offenen Forderungen beizutreiben.

Definition: Was bedeutet „Inkasso“?

Unter „Inkasso“ versteht man das Einziehen von fälligen Geldforderungen im eigenen oder fremden Namen. Ein Inkassounternehmen ist auf diese Tätigkeit spezialisiert und betreibt das Forderungsmanagement für seine Kunden.

Zum Inkassoverfahren kommt es meist dann, wenn offene Rechnungen trotz Mahnungen des Gläubigers nicht bezahlt werden und sich dieser entschließt, ein auf die Inkassotätigkeit spezialisiertes Unternehmen zu beauftragen; so kann er sich ganz auf seine eigentlichen Tätigkeiten konzentrieren.

Ursprung von „Inkasso“

Der Begriff „Inkasso“ stammt ursprünglich aus dem Bankwesen. Er leitet sich vom italienischen Wort „incassare“ ab, das mit „Geld einziehen“ übersetzt werden kann.

Erste Unternehmen, die sich auf das Einziehen überfälliger Forderungen spezialisierten, entstanden gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Seit 1935 gilt „Inkasso“ in Deutschland als Rechtsberatung. Jedes Inkassounternehmen muss registriert sein. Ob dies der Fall ist, können Sie jederzeit im Rechtsdienstleistungsregister (https://www.rechtsdienstleistungsregister.de) kostenfrei prüfen.

Erklärung der „Inkasso-Arten“

Forderungsinkasso

Forderungsinkasso ist der Sammelbegriff für die Einziehung überfälliger Forderungen. Oft wird in diesem Zusammenhang auch der Begriff Forderungsmanagement verwendet.

 

Überwachungsinkasso

Eine Sonderform des Forderungsinkassos ist das sogenannte Überwachungsinkasso. Darunter wird die Langzeitbeitreibung von titulierten und bereits erfolglos vollstreckten Forderungen verstanden.

 

Insolvenzverwalter-Inkasso

Ein weiterer Sonderfall des Forderungsinkassos ist das sogenannte Insolvenzverwalter-Inkasso. Das ist der Fall, wenn in Insolvenz geratene Betriebe versuchen, ihre Überlebenschancen zu erhöhen, indem sie ihre offenen Forderungen zur Beitreibung an ein Inkassounternehmen geben.

 

Wie funktioniert „Inkasso?“

Gläubiger können sich an Inkassounternehmen, wie zum Beispiel die Paigo GmbH, wenden, um noch offene Forderungen beitreiben zu lassen. Die Inkassounternehmen werden dann aufgrund eines mit dem Gläubiger geschlossenen Vertrages tätig. Das Inkassounternehmen setzt sich anschließend mit dem Forderungsschuldner in Verbindung, um den Ausgleich der offenen Forderung zu vereinbaren. Wird die Forderung ausgeglichen, leitet das Inkassounternehmen das vereinnahmte Geld an den Gläubiger weiter.

Beauftragung

Der Gläubiger erteilt dem Inkassounternehmen bei Beauftragung eine Vollmacht. Mit dieser Vollmacht vertritt das Inkassounternehmen nun die Interessen des Gläubigers und setzt sich in dessen Namen mit dem Forderungsschuldner in Verbindung.

Forderungsabtretung

Alternativ kann der Gläubiger die Forderung auch treuhänderisch an das Inkassounternehmen abtreten. Das Inkassounternehmen zieht die Forderung dann im eigenen Namen für den Gläubiger beim Forderungsschuldner ein.

Welche Maßnahmen ergreift ein Inkassounternehmen?

Inkassounternehmen können in der außergerichtlichen Beitreibung, im gerichtlichen Mahnverfahren und in der Zwangsvollstreckung tätig werden.

 

Dabei verstehen sich Inkassounternehmen wie die Paigo GmbH als Mittler zwischen Gläubiger und Forderungsschuldner: Meist Verbraucher, die aus den unterschiedlichsten Gründen in Zahlungsrückstand geraten sind.

Sie können unter anderem

  • Zahlungsaufforderungen versenden,
  • Forderungsschuldner telefonisch kontaktieren,
  • die wirtschaftlichen Verhältnisse abfragen,
  • den Aufenthalt des Forderungsschuldners ermitteln,
  • Einwendungen prüfen und beantworten
  • sowie Ratenzahlungs- und Stundungsvereinbarungen abschließen.

Bleiben diese außergerichtlichen Bemühungen ohne Erfolg, leitet das Inkassounternehmen in der Regel ein gerichtliches Mahnverfahren ein, um einen Vollstreckungsbescheid zu erlangen.

Sobald ein Vollstreckungsbescheid oder ein anderer vollstreckbarer Titel vorliegt, kann das Inkassounternehmen die Forderungen auch mittels Zwangsvollstreckungsmaßnahmen durchsetzen lassen.

Unterschiede im „Inkasso“ gegenüber Verbrauchern und Unternehmern

Grundsätzlich genießen Verbraucher größeren rechtlichen Schutz als Unternehmer:

  • Verzugszinsen dürfen zum Beispiel gegenüber Verbrauchern nicht so hoch angesetzt werden wie bei Geschäftskunden;
  • Wird eine Forderung zum ersten Mal gegen Privatpersonen geltend gemacht, müssen Inkassounternehmen umfangreiche Informationspflichten erfüllen, die ihnen eine Prüfung der Forderung einfach und transparent ermöglichen sollen.

Von solchen Details abgesehen, ist der Ablauf der Inkassoverfahren aber in beiden Fällen im Wesentlichen identisch.

Fazit

„Inkasso“ ist für jeden Gläubiger ein wichtiges „Werkzeug“ zum Ausgleich von finanziellen Außenständen. Wenn Schuldner   offene Rechnungen nicht bezahlen und auch entsprechende Mahnungen einfach ignorieren, heißt es möglichst schnell und außergerichtlich eine Einigung zu finden – dies ist für beide Seiten von Interesse!


Die Paigo GmbH bietet Ihnen verschiedene Möglichkeiten, offene Forderungen auszugleichen. Gemeinsam finden wir eine individuelle Lösung, damit Sie Ihre Finanzen schnellstmöglich wieder in den Griff bekommen. Zögern Sie nicht und treten Sie mit uns in Kontakt!